Gabriele Haug-Schnabel

Was bedeutet gegenseitige Wertschätzung in Zeiten großer Umbrüche? Eine Chance, mit differenzierendem Blick verschiedenartige Benachteiligung aber auch Potenziale zu erkennen (Eröffnungsvortrag)

Pädagogische Herausforderungen stehen an, wenn eine zunehmende Zahl von Kindern mit Flüchtlingsbiografie in die Kitas kommen. Sie werden uns hoffentlich den Blick dafür öffnen, dass schon vorher eine große Vielfalt an Kinderleben in unseren Einrichtungen war, z. B. das „Kindergesicht der Armut“ oder „das verhaltensoriginelle Kind“. Noch mehr „Unterschiede“ müssen sensibel beantwortet werden, wenn die so wichtige Erziehungspartnerschaft mit den Eltern gelingen soll. Kinder unterscheiden sich extrem hinsichtlich ihrer Bildungsbiografien. Der Grund hierfür sind fast unüberwindbar scheinende Brüche, hinsichtlich der kulturellen und sozialen Lebensbedingungen, mit den Kinder und ihre Familien in den Einrichtungen starten. Inklusion im weitesten Sinne darf nicht ängstigen sondern das Ziel sein. Dafür müssen wir uns in Begegnung mit gegenseitiger Wertschätzung üben.

„Alle Kinder bei uns sind anders und das ist ja wohl ok“ (Oscar 5;8). – Diskussion zum Eröffnungsvortrag

In Oscars Aussage schwingt ein positiver Grundton unserer Zeit mit. Er formuliert in einem schlichten Satz, was aus wissenschaftlicher Perspektive etwa so klingt: In den Kitas leben heute Kinder, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen kommen. Sie bringen vielfältige Erfahrungen mit und können das Zusammenleben sehr bereichern. Gleichzeitig kommen sie mit einer für sie anderen Kultur in Verbindung. Von manchen Menschen wird diese Situation als problematisch angesehen; es werden die in ihr liegenden Entwicklungschancen oft nicht entdeckt und wahrgenommen.

Im Kern geht es um Veränderungsprozesse. Und das fängt im Alltag an: Mikrotransitionen, die kleinen regelmäßigen Übergänge von einer Situation in eine andere, aber auch unerwartete Veränderungen durch plötzlich aufgetauchte Stolpersteine, bieten vielfältige und nachhaltige Lerngelegenheiten, erfordern aber mindestens die gleiche Intensität in Planung und Begleitung wie andere Lernanreize.

Entwicklungsbegleitung heißt heute: Vielfalt auf der Welt erkennen, sich darin orientieren und verorten können. Kindern fällt dies oft leichter als ihren Eltern. Die erfolgreiche Bewältigung von Übergangssituationen stärkt das Kohärenzgefühl eines Kindes. Es geht darum, in den Situationen des Alltags handlungsfähig zu sein, sich selbst „versorgen“ und mit selbst gestellten Aufgaben klarkommen zu können.

Das gilt auch für ihre Eltern. Wie sich eine Erziehungspartnerschaft trotz vieler Stolpersteine entwickeln kann, soll erarbeitet und diskutiert werden.

Qualität in der frühkindlichen Erziehung und Bildung (Vortrag)

Erkenntnisse von Neuro- und Entwicklungswissenschaften unterstreichen die Bedeutsamkeit der frühen Jahre für das Gelingen erfolgreicher Lebens- und Bildungsbiografien. Neben der Familie werden außerfamiliäre Betreuungsangebote immer stärker als Chance begriffen, die vielfältigen Talente und Bildungspotentiale aller Kinder – ergänzend zur familiären Lebenswelt – angemessen begleiten und anregen zu können. Hierfür braucht es neben ausreichend guten Rahmenbedingungen auch eine Qualifizierung der Fachkräfte auf der Basis aktueller entwicklungs- und bildungswissenschaftlicher Erkenntnisse. Beziehungs- und Interaktionsqualität in Alltagssituation sind hierbei Schlüsselkompetenzen. Ebenso wichtig ist ein praxisnahes Anwendungswissen, um Kinder durch wohl überlegte Alltags- und Raumgestaltung am eigenen Lernen teilhaben und Partizipation spüren zu lassen. Die sensible Wahrnehmung und Beantwortung der Diversität einer Kindergruppe sollte nicht nur als Herausforderung gesehen sondern als notwendige Vorbereitung auf eine pluralistische Gesellschaft verstanden werden.

Dr. rer. nat. habil. Gabriele Haug-Schnabel, Verhaltensbiologin und Ethnologin, 20 Jahre Privatdozentin an der Universität Freiburg, lehrt aktuell „Pädagogik der Kindheit“ an der EH Freiburg und „Early Childhood Education“ an der Universität Salzburg. Sie ist Gründerin und Leiterin der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen (www.verhaltensbiologie.com).

Aeham Ahmad

Music for Hope

International bekannt geworden ist Aeham Ahmad durch sein Klavierspiel inmitten der Trümmer des umkämpften Palästinenser Lagers Jarmuk bei Damaskus. Der dort 1988 geborene Musiker spielte auf einem Klavier, das  er unter Lebensgefahr für seine Auftritte auf einem Wasserwagen durch die zerbombten Straßen fährt. Um vor allem den Kindern und Jugendlichen Hoffnung zu geben, vertont er zuerst Texte seiner Freunde mit einfachen Akkorden und schwungvollen Refrains. Aber auch mit Beethoven, Bach sowie Chopin, Jazz oder Mozart und immer wieder vielen selbst geschriebenen Liedern schenkte er den Menschen in seiner Heimat ein wenig Freude.

Nachdem IS-Dschihadisten, für die klassische Musik eine Sünde ist, bei einer Kontrolle vor seinen Augen sein Klavier anzünden, musste er aufgrund der nicht mehr einschätzbaren Gefahren fliehen. Er schlägt sich über Land zur türkischen Küste durch, von dort mit einem Schlauchboot auf eine kleine griechische Insel und weiter über die Balkanroute, bis er schließlich in Deutschland ankommt. Er war gezwungen seine Frau und seine beiden Söhne zurück zu lassen, die Familie konnte aber im Rahmen der Familienzusammenführung nachkommen.

Seine ersten Auftritte hatte Aeham Ahmad bereits im Oktober 2015 bei einem Konzert für Flüchtlinge und ehrenamtlichen Helfern in München, seither folgten über 200 Konzerte zugunsten der Flüchtlingshilfe und andere Benefiz Konzerte.

Aeham Ahmad wurde am 17.April 1988 in Jarmuk geboren. Sein Vater spielt Geige und arbeitet als Instrumentenbauer im eigenen Musikgeschäft. Mit fünf Jahren beginnt er Klavier zu spielen, sein Vater gibt ihm den ersten Unterricht. Mit sechs Jahren tritt er in die Musikschule des Dirigenten Solchi Al Wadi in Damaskus ein, von 2005 bis 2007 studiert er am Konservatorium bei Professor Vladimir Sarezki. 2007 geht er nach Homs und studiert an der musikalischen Fakultät der Al Baath Universität. 2011 musste er das Studium wegen des beginnenden Bürgerkriegs abbrechen. Nach der Rückkehr nach Jarmuk spielt er in den zerstörten Vierteln für die Bevölkerung. 2015 Flucht nach Deutschland.

Jamila Al-Yousef

Jamila Al-Yousef ist Projektkoordinatorin des „Welcome Board“, einer gemeinsamen Initiative zur Unterstützung geflohener Musikschaffender vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Musikland Niedersachsen gGmbH. Seit ihrer Jugend setzt sie sich – inspiriert von ihrem palästinensischen Vater, der als Flüchtling nach Deutschland kam – mittels Kulturprojekten für gesellschaftspolitische Belange ein. So gründete sie 2011 das jährlich stattfindende »Arab* Underground« Programm auf dem Fusion Festival, um diverse Perspektiven aus der MENA-Region durch Kunst- und Talkformate sichtbar zu machen. 2014 kreierte sie mit DJ Ipek das BERLiSTANBUL#25 Underground Festival für den subkulturellen Austausch Kulturschaffender aus Istanbul und Berlin. Im Auftrag des Musicboard Berlin leitete sie 2015 die Nachwuchsakademie des ersten Pop-Kultur Festivals im Berghain. Nach erfolgreichem Abschluss der zwei Masterstudiengänge »Kulturvermittlung« sowie »musik.welt – kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung« an der Universität Hildesheim war Jamila Al-Yousef als freie Kulturschaffende u.a. für Sasha Waltz & Guests, das postmigrantische Maxim Gorki Theater und die internationale Kulturpolitikkonferenz ICCPR tätig. Darüber hinaus ist sie im Management und Booking der Bands »Bukahara«, »Avi & Ahmed«, »Il Civetto« und als Sängerin ihrer eigenen Band »Jamila and the other Heroes« aktiv.

Beim Kongress wird sie einzelne Veranstaltungen moderieren und als Sängerin beim Schlusskonzert mitwirken.

Ann-Katrin Bockmann

MitSprache – Die Chancen alltagsintegrierter Sprachförderung (Vortrag)

Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt,“ schrieb Ludwig Wittgenstein bereits 1918. In unserer derzeitigen politischen Weltsituation mit den Herausforderungen, die Migration und Flucht darstellen, erscheint uns dieser Satz so aktuell wie nie. Was bedeutet es, ohne Sprache in eine neue Welt zu starten, wo Sprache doch vor allem auch ein Zuhause ist und eng mit Bindung, Selbstwirksamkeit und Gefühl verbunden ist? Wie genau hängen Sprache und Gefühl zusammen und wie kann Sprachförderung auch die emotionale Entwicklung unterstützen? Wir wissen, dass additive Sprachförderung in Kleingruppen nicht den gewünschten Erfolg bringt. Aber wie können wir Kindern dann Sprache als Schlüssel zur Welt näher bringen und sie unterstützen? In diesem Vortrag wollen wir genau diesen Fragen alltagsnah und praktisch nachgehen und vor allem die Chancen alltagsintegrierter Sprachförderung in den Fokus stellen.

Wenn Kinder nicht verstehen – Kinder mit Sprachverständnisproblemen erkennen und begleiten (Forum)

Kinder können aus ganz unterschiedlichen Gründen Probleme haben, unsere Sprache zu verstehen. So gibt es Kinder deren allgemeine kognitive Fähigkeiten so stark eingeschränkt sind, dass sie uns auch sprachlich nicht folgen können oder viele Kinder haben bisher so wenig Kontakt zur deutschen Sprache gehabt, dass ihnen das Vokabular fehlt, um uns sprachlich zu verstehen. Andere wiederum haben Hörschwierigkeiten, die bisher unentdeckt blieben oder nur im Bereich Sprache massive Verstehensprobleme. Was jedoch allen diesen Kindern gemein ist, ist die Tatsache, dass sie ihre Probleme versuchen zu kompensieren und möglichst unauffällig am Alltag teilzuhaben, so dass es sehr schwer ist Sprachverständnisprobleme überhaupt zu erkennen. Sprachverstehen ist jedoch die Voraussetzung für viele Bereiche der Entwicklung und des Lernens und somit haben unentdeckte Kinder mit deutlichen Folgeproblemen zu rechnen. In diesem Forum soll es vor allem darum gehen, ihnen praxisnahes Wissen und Erfahrungen zu vermitteln, damit Sie im pädagogischen Alltag mehr dieser Kinder erkennen können. Anschließend erarbeiten wir gemeinsam Strategien zur gezielten Unterstützung der Kinder.

Welteltern – Kultursensible Zusammenarbeit mit Eltern im Kita- und Krippenalltag (Forum)

Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen bringen in die Kita und Krippe vielfältige Erfahrungen aus Ihren Kulturen mit (bzgl. Essen, Festen und Feiertagen, Rollenverständnis, Sprache, Erziehungsstil, sozialen Routinen wie Begrüßung und Verabschiedung, Pünktlichkeit, etc.). In den Kitas und Krippen werden sie mit unserer für sie anderen Kultur konfrontiert, in die sie sich in diesem jungen Alter aber meist leicht einfinden und rasch entsprechende Kompetenzen erwerben können. Genauso bringen jedoch auch die Eltern dieser Kinder Erfahrungen, Gewohnheiten und Überzeugungen mit, die stark kulturell geprägt sind, wobei es Erwachsenen häufig nicht so leicht fällt, sich in eine andere Kultur einzufinden. Somit sind pädagogische Fachkräfte in Kita und Krippe gerade in der kultursensiblen Zusammenarbeit  mit den Eltern herausgefordert. In diesem Forum vermitteln wir praxisnahes Wissen und vielfältige Erfahrungen aus dem Kita- und Krippenalltag und erarbeiten und diskutieren gemeinsam Wege wie die Elternarbeit trotz Hürden und Herausforderungen gelingen kann und wie wichtig es ist, eine für sich passende Haltung zu entwickeln.

Dr. Ann-Katrin Bockmann ist Diplom Psychologin, Kinder- und Jugendlichen Psychotherapeutin, Logopädin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Hildesheim am Institut für Psychologie. Sie ist Leitung im Sprachförder-/-bildungsprojekt „Kinder entwickeln alltagsintegriert Sprache“ (Kea) für Stadt und Landkreis Hildesheim sowie therapeutische und stellvertretende Leitung der Lehr- und Forschungsambulanz Kind im Mittelpunkt (KiM) an der Universität Hildesheim. Seit 2016 leitet sie zusammen mit Dr. Anke Buschmann (ZEL Heidelberg) das Projekt IMPULS – Sprache als Brücke zur Integration: Anleitung von Ehrenamtlichen und pädagogischen Fachkräften zu einer alltagsintegrierten Sprachförderung von Flüchtlingskindern.

Uta Böttcher

Meditativer Tanz und Tanz mit Kindern (Workshop 1)
Unsere Zeit ist sehr schnelllebig, täglich werden wir von vielen Reizen überflutet. In der Gesellschaft ändern sich Werte und Strukturen unablässig. Als Kontrapunkt und Ausgleich dazu wollen wir genussvolle Bewegungsformen finden, die es ermöglichen, sich in sicherem Rahmen auszudrücken und Raum geben zum Innehalten. Wir wollen Tanz als gesundheitsförderndes Element entdecken wie auch als Mittel zur Integration und sozialen Interaktion. So kann Sicherheit vermittelt und das Selbstwertgefühl gesteigert werden. Zusammen tanzen schafft Verbindung und Vertrauen zwischen Menschen und Kulturen.

Wir tanzen eine Geschichte (Workshop 2)
Tänzerische sinnliche Bewegungen lassen uns eine kleine Geschichte erleben. Im Tanz erfahren wir mit unserem Körper zyklische Geschehen wie Wachsen, Entfalten, Loslassen, Ruhen. Dies vermittelt eine positive Körperwahrnehmung und hilft uns, den eigenen Ausdruck zu finden. In der gemeinsamen getanzten Geschichte verbinden wir uns spielerisch mit anderen Menschen, stärken unser Selbst-Bewusstsein und unsere Selbst-Wirksamkeit.

Meditativer Tanz für Kinder und Eltern (Workshop 3)
In allen Kulturen haben Menschen getanzt. Tanz war und ist ein Medium, um Gemeinschaft zu erleben und das Gemeinschaftsgefühl zu festigen. In diesem Workshop lassen wir uns ein auf einfache meditative Tänze im Kreis. Der Kreis als Symbol umfängt, birgt und bildet eine Mitte. Im Kreis zu tanzen bedeutet, sich zu zentrieren und seine eigene Mitte zu finden. Es gelingt, die Polaritäten Aktivität und Ruhe ganzheitlich zu erfahren, Achtsamkeit zu üben und körperlich-seelische Gesundheit und Stabilität zu fördern. Durch positive Selbstwahrnehmung und ein Empfinden von Geborgenheit wird die Bereitschaft geschaffen, mit anderen Menschen in Verbindung zu gehen.

Uta Böttcher arbeitet seit vielen Jahren freiberuflich als Tanz- und Physiotherapeutin und leitet Meditative Tanzgruppen. Daneben ist sie in der interdisziplinären klinischen Schmerztherapie tätig. Von 1993-2010 war sie als Physio- und Bobathkindertherapeutin in integrativen Einrichtungen beschäftigt.

Cornelia Götz-Kühne

„Damit nicht alles Zuviel wird“ –
Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Menschen in sozialen Berufen (Vortrag)

Erzieherinnen und Erzieher haben einen vielseitigen Beruf mit anspruchsvollen komplexen Arbeitsvorgängen. In ihrem Berufsfeld  tragen sie eine große Verantwortung; sie müssen ihre pädagogische Arbeit umsetzen,  flexibel  und empathisch auf die Bedürfnisse unterschiedlichster Kinder eingehen und unterliegen dabei häufig unterschiedlichen Belastungen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden und die Freude am Beruf zu erhalten, ist es hilfreich, sich rechtzeitig mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen. Durch das Vorbeugen von Stressfaktoren und das Wissen um Schutzfaktoren gelingt es, eigene Ressourcen zu stärken, eine gute Widerstandsfähigkeit aufzubauen und resiliente Kräfte zu entwickeln. So wird sowohl die eigene Gesunderhaltung gefördert, als auch die der Kinder und deren Familien durch positive Vorbildfunktion.

Der Vortrag wird einen theoretischen Überblick zum Thema geben.

„Damit nicht alles Zuviel wird“ – Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Menschen in sozialen Berufen (Workshop)

Im Workshop werden praktische Übungen zum Vortrag angeboten.

Schwer belastete Kinder – was tun? Traumapädagogik: hilfreich und lohnenswert für Erzieherinnen und Erzieher (Vortrag)

Pädagogische Fachkräfte sind in ihrem Arbeitsalltag häufig mit Kindern konfrontiert, die verschiedenste Verhaltensauffälligkeiten zeigen. Oft ist nicht offenkundig, dass sich hinter einem bestimmten Verhalten traumatische Erlebnisse verbergen unter denen die Kinder leiden. Verlusterlebnisse, psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt, aber auch Fluchterfahrungen oder anhaltende Vernachlässigung kann zu so schweren Belastungen führen, dass die Kinder Verhaltensweisen entwickeln, die PädagogInnen vor große  Herausforderungen stellen.  Es benötigt Fachwissen, Transparenz und Vernetzung um Verständnis, eine eigene Haltung, und Umgangsmöglichkeiten zu etablieren, die es den betroffenen Kindern ermöglicht, sich in ihrem äußeren Umfeld aber auch in sich als Person wieder sicher fühlen zu können.

Der Vortrag soll in das Thema einführen, aber auch Impulse für einen hilfreichen Umgang mit diesen Kindern geben.

Schwer belastete Kinder – was tun? Traumapädagogik: hilfreich und lohnenswert für Erzieherinnen und Erzieher (Workshop)

Im Workshop wird Zeit für stabilisierende Übungen sein.

Cornelia Götz-Kühne, Psychotherapeutin für Kinder, Jugendliche und Familien in eigener Praxis, Dipl. Supervisiorin, Lehrtherapeutin (SG) am Kasseler Institut für Systemische Therapie und Beratung, Lehrtherapeutin für Traumapädaogik / Traumatherapie am Wieslocher Institut für Systemische Lösungen und dem Kindertraumainstitut Offenburg.

Hartmut E. Höfele

Kinderlieder aus aller Welt – Eine Mischung aus Liedern, Tänzen und Mitmachaktionen (Workshop)

In einer Welt, die immer weiter zusammen rückt, ist die universelle Ausdrucksform der Musik ein ideales und stets verfügbares Mittel um einander besser kennenzulernen und zu verstehen. Auf diese Art und Weise wird Fremdes schnell zu einer Selbstverständlichkeit!
Vorgestellt und gemeinsam gesungen werden praxiserprobte Freundschafts- & Willkommenslieder für ganz kleine & ziemlich große Kinder.

Interessante Hintergrundinformationen über die verschiedenen Musikkulturen unserer Erde ermöglichen es den Eltern und ErzieherInnen, den Kindern die Welt der Klänge ein wenig näherzubringen. Interkulturelle Kinderlieder & Tänze aus den unterschiedlichsten Ländern sind pädagogische Spielideen, die bei Kindern und Erwachsenen die Lust auf noch mehr Musik wecken.

Kinderleichte Klimperlieder & Klanggeschichten – Kinder mit einfachen Mitteln für Musik begeistern (Workshop)

Eine wertvolle Hilfe auch für „Nicht-Musikerinnen“, um mit Spaß und Können die  geforderte musikalische Früherziehung zu leisten. Gesang und Sprache bedeutet Information, aber auch Melodie und Rhythmus. Das Singen für und mit Kindern ist eine schier magische und emotionale Sinnesanregung, die Kinder auf einer emotionalen Ebene in ganz hohem Maße anspricht. Der Autor kann davon wahrlich ein Lied singen!

Vorgestellt werden traditionelle und neue Kinderlieder & Musikspielaktionen, die es auch musikalisch ungeübten PädagogInnen ermöglichen, mit Kindergruppen schöne Musik & Spielaktionen durchzuführen.

Wenn Kinder von klein auf zum Musizieren motiviert werden, profitieren sie davon – laut zahlreicher Forschungsstudien – auch in vielen anderen Bereichen ihrer Entwicklung und Persönlichkeit. Lasst uns also Kinder zum lustbetonten Umgang mit Stimme und Instrumenten bewegen!

Unsere Kita ist bunt – Interkulturelle Spielangebote für Kita-Kinder (Workshop)

Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkennen, aus Erfahrungen im Spiel miteinander und voneinander lernen – für pädagogische Fachkräfte war und ist interkulturelle Erziehung eine Selbstverständlichkeit, aber auch eine Herausforderung. Eine sorgfältig ausgewählte Zusammenstellung von leicht umsetzbaren Ideen zum Thema Kulturelle Vielfalt: Lieder, Sprach-, Bewegungs- und Kennenlernspiele, aber auch Aktionen ohne Worte, Spiele aus aller Welt und Tipps für das Pädagogische Puppenspiel als »Eisbrecher« im Alltag.

Hartmut E. Höfele, Musikproduzent, Sound-Collagist, Liedermacher und Kinderbuchautor. Er sammelte wertvolle Erfahrungen im sozialpädagogischen Bereich in der Kinder- und Jugendgruppenarbeit beim Jugendwerk der Arbeiterwohlfahrt Nordbaden. Er gründete das „KinderMusikTheater Firlefanz“, erdenkt, erfühlt und produziert regelmäßig Musik, Hörspiele und Bücher für Kleinste und Größere. Beim Hessischen Rundfunkmoderierte er viele Jahre lang Radiosendungen für Kinder. Er schreibt und produziert für Fachzeitschriften wie „Kreativ in Kindergarten und Vorschule“, „Musik in der Kita“ . Hartmut E. Höfele spielte Best- und Longseller für Sony Music, den Ökotopia Verlag, IKEA-Familie, die Deutsche Grammophon, Bellaphon, IGEL Records, Trikont, Pläne, Warner Music, Ökotopia u. a.

Klaus Kokemoor

Autismus neu verstehen – Begegnung mit einer anderen Kultur (Vortrag)

Das autistische Kind konstruiert sich in seinem besonderen Verhalten eine eigene Vorstellung von der Wirklichkeit. Für seine Eltern ist diese eigentümliche Auseinandersetzung mit der Welt eine hohe Belastung, da es dem Kind aus seinem Erleben heraus schwer fällt, mit anderen zu kooperieren. Es ist häufig wie eine Begegnung mit einer anderen Kultur. Im dem Vortrag werden wir uns der Perspektive der Kinder nähern, denn nur so lassen sich die besonderen Denk- und Verhaltensweisen verstehen. Aus diesem Verstehen lassen sich pädagogische Handlungsmöglichkeiten entwickeln, die das autistische Kind in seinem individuellen Reifungsprozess unterstützen.      

Inklusion: Der Schlüssel liegt in uns selbst (Vortrag)

Die gemeinsame Betreuung und Bildung aller Kinder stellt eine besondere Anforderung an die pädagogische Arbeit in der Kindertagesstätte. Es braucht pädagogische Konzepte und Handlungsweisen, durch die alle Kinder Anschluss an die Gemeinschaft und an sich selbst finden können. Sie müssen eine Chance erhalten, eine Beziehung zu entwicklungs- und bildungsrelevanten Themen zu entwickeln. Neben innovativen pädagogischen Konzepten kommt es vor allem darauf an, ob und wie es den an der Begleitung der Kinder beteiligten Menschen gelingt,  Beziehung zu gestalten. Im Kern geht es darum, was zwischen den Menschen geschieht.

Klaus Kokemoor ist Diplom-Sozialpädagoge, Supervisor, Therapeut (Entwicklungsbegleitung Doering, Psychomotorische Praxis Aucouturier sowie Marte-Meo Video Interaktionsanalyse). Koordinator für das Thema Inklusion der Stadt Hannover. Seit 1982 beschäftigt er sich in Praxis und Theorie mit Menschen mit Autismus.

Aline Kurt

„Anders sind wir alle“ – Vielfalt leben und schätzen (Workshop)

Jeder Mensch ist auf seine Weise einzigartig und verfügt über ureigene Stärken und Schwächen, die seine Persönlichkeit formen. Um die Andersartigkeit als völlig normalen und vor allen wichtigen Bestandteil unsere Gesellschaft verstehen und akzeptieren zu können, ist es zunächst wichtig, sich mit dem eigenen Selbst auseinanderzusetzen und dabei sowohl Selbstliebe als auch Urvertrauen zu entwickeln. Nur so werden Akzeptanz und Respekt erst möglich.

Der Workshop lädt die Teilnehmer zu einer ganz besonderen Reise ein: Der Entdeckung des eigenen Ichs.

Der Andersartigkeit im Kitaalltag begegnen (Workshop)

In der Kita treffen die Kinder meist zum ersten Mal auf eine Vielzahl unterschiedlicher Jungen und Mädchen und stellen fest: Jedes Kind ist anders. Um die sich daraus ergebende Vielfalt als natürlichen Bestandteil unserer Gesellschaft erfahren zu können, benötigen die Kinder meist etwas Hilfestellung. Hier bietet sich vor allem das gemeinsame Betrachten von Bilderbüchern an, die sich um das Thema Andersartigkeit drehen.

Im Workshop lernen die Teilnehmer ein solches Bilderbuch kennen und erfahren auch gleichzeitig, wie Sie dieses zu einem unvergesslichen Projekt werden lassen.

Aline Kurt arbeitete nach Ihrem Leramtsstudium und ihrer begleitenden Ausbildung zur Lerntherapeutin zunächst einige Jahre im Schuldienst, bevor sie sich 2009 als freie Autorin für verschiedene Verlage selbstständig machte.

Ingrid Löbner

„Elternwerden ist nicht schwer – Kindergroßziehen aber sehr …“ frei nach Wilhelm Busch

Seitdem in der Erziehungsdebatte vertreten wird, Kinder sollen nicht nur zum Gehorsam erzogen werden, ist es im Alltag mit Kindern nicht nur leichter geworden. Eltern sind verunsichert und stellen vielfach Fragen, z.B.:

  • Soll man ein Baby umhertragen, stundenlang in den Schlaf wiegen, oder doch mal schreien lassen?
  • Weniger wiegen – mehr Schlafprogramme: Ja oder Nein?
  • Trotzende Kleinkinder, ewige Diskussionen – wann sollen Kleinkinder mitbestimmen, wann eher nicht?
  • Medien, Medien, Medien – sollen Kinder am PC spielen und üben, oder doch besser ohne Medien mit Gleichaltrigen spielen?
  • Wann das Eine, wann das Andere, und warum?
  • Wie einst bei den Kleinen – dauernde Diskussionen in der Pubertät: Bei welchen Themen sollen Eltern streng sein, wann gewährt man Jugendlichen Freiheiten, wann besser nicht?

Eltern bekommen durch die Referentin Kriterien genannt, wann Kinder Begleitung, Beziehung und Anleitung brauchen, also den größeren Überblick der Eltern respektieren lernen sollten, und wann größere Freiheiten den Kindern helfen, selbstständig das Leben zu erkunden und sich dabei zu begeistern.

Der Abend bietet reichlich Gelegenheit zu Fragen und Gespräch.

Ingrid Löbner ist Diplompädagogin und Psychoanalytische Beraterin, Körpertherapeutin, Traumatherapeutin. Sie arbeitet an der Familienberatungsstelle Pro Familia in Tübingen und lehrt seit 1991 an der Staatlichen Hebammenschule der Universität. Täglich berät sie seit Jahrzehnten besorgte Eltern mit schreienden Babys, schwierigen Kleinkindern, unselbständigen Kindern von vier bis sechs, die ihre Familien überfordern. Sie ist Autorin des Buches: „Gelassene Eltern – Glückliche Kinder. Mit mehr Leichtigkeit und Entspanntheit durch die ersten Lebensjahre“. Im März 2017 erscheint ihr zweites Buch mit dem Titel: „Erziehen mit Mut und Muße – was Babys, Klein- und Vorschulkinder wirklich brauchen“.  Verlag Fischer & Gann

Ronald Lutz

Wege aus der Kinderarmut (Vortrag)

Kontinuierlich hohe Armutsrisikoquoten treffen Kinder und deren gesellschaftliche Teilhabe- und Bildungschancen. Es sind Kinder alleinerziehender und arbeitsloser Eltern, Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder in erschöpften Familien. Der Vortrag diskutiert die Lebenslagen armer Kinder, gefragt wird aber vor allem nach Wegen, um Armutsfolgen abzumildern bzw. ihre Entstehung zu verhindern. In den Fokus kommen: Verbesserung der Infrastruktur, frühkindliche Bildung, eine Kindergrundsicherung, Wahrnehmungs- und Interventionsketten sowie familienunterstützende Maßnahmen.

Ronald Lutz, Prof. Dr. phil., Ethnologe und Soziologe, Lehr- und Forschungstätigkeiten an verschiedenen Universitäten (u.a. Frankfurt am Main, Bremen, Johannesburg), Seit 1993 Professor an der FH Erfurt, Arbeitsgebiet „Besondere Lebenslagen.“

Olivia Möbius-Poerschke

„Das blubbt da so raus!“ – Mit Naturphänomenen Sprache fördern (Workshop)

Beim naturwissenschaftlichen Forschen und Entdecken in der Kita haben die Kinder die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen ihre Umgebung genau zu erkunden und erstaunlichen Phänomenen auf den Grund zu gehen. Forschen ist dabei ein interaktiver und sozialer Vorgang: Die Kinder helfen sich gegenseitig beim Experimentieren, beschreiben anderen wortschöpferisch ihre Beobachtungen, diskutieren Ergebnisse untereinander. Der Sinngehalt neuer Begriffe erschließt sich dabei durch das eigene Handeln, durch den Umgang mit Materialien und im sprachlichen Austausch in der Gruppe. Insbesondere für Kinder, die Deutsch als Zweitsprache erwerben, ist die Verbindung von naturwissenschaftlicher mit sprachlicher Bildung ein hervorragendes Angebot für den Spracherwerb. Im Workshop stellen wir beispielhaft anregende Experimente für Kinder im Vorschulalter vor und richten dabei den Fokus auf die Sprechanlässe, die sich daraus ergeben. Dabei soll auch reflektiert werden, welche Grundprinzipien für eine gelingende Interaktion und Kommunikation mit Kindern – und damit für sprachliche Förderung – von Bedeutung sind.

Olivia Möbius-Poerschke arbeitete nach dem Studium der Fächer Musik und Sachunterricht für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen viele Jahre im Bereich der musikalischen Früherziehung. Im Wolfsburger Science Center phaeno gestaltet sie seit zehn Jahren Programme für Kindertagesstätten und ist außerdem als Trainerin in der Bildungsinitiative „Haus der kleinen Forscher“ tätig.

Claudia Raabe

Medien als Brücke – Kinder durch Medienprojekte integrieren (Forum)

Kinder, die aus ihrem Land fliehen mussten, finden sich in einer fremden Umgebung und Kultur wieder. In dieser Lebenssituation ist es wichtig, sie dabei zu unterstützen Selbstvertrauen aufzubauen und Zutrauen in ihr neues soziales Umfeld zu finden.
Mediengeräte – vom Fotoapparat bis zum Tablet – und Medieninhalte – von der Bilderbuch-Geschichte bis zum Trickfilm – eignen sich hervorragend, um Lern- und Sprachbildungsprozesse anzuregen, zu begleiten und Kinder in der Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswelt zu unterstützen.  Kinder können lernen, Medien als Werkzeuge sinnvoll und kreativ zu nutzen.

Medienprojekte schaffen Kommunikationsanlässe und ermöglichen es Kindern, sich mit sich und anderen Menschen auseinanderzusetzen. Ob Hörgeschichten, Interviews, Ich-Bücher, Fotografien, ausgewählte Apps … Medien können Brücken bauen für mehr Verständnis untereinander und die Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt positiv fördern.

„Das bin ich … und von dort komme ich … wie siehst Du mich?“ – Identitätsfördernde Medienarbeit (Workshop)

Kinder sind von Medien fasziniert und Medien bieten sehr gute Möglichkeiten, Themen aufzugreifen, Sprachanlässe zu schaffen und somit die Sozial- und Sachauseinandersetzungen zu fördern.

Vielen Kindern fällt es schwer, von sich und den Dingen, die ihnen wichtig sind, zu erzählen.  Das digitale Bilderbuch eignet sich hervorragend, um auch mit Kindergartenkindern eigene Erfahrungen und Vorlieben in Bild, Schrift und Ton zu einem „kleinen Kunstwerk“ zu gestalten. Denn hier können Kinder, die noch nicht lesen und schreiben können oder denen der sprachliche Ausdruck noch Probleme bereitet, ihre Eindrücke mit Bildern und Geräuschen zum Ausdruck bringen.

Der Workshop ist als Vertiefung des Vortrags „Medien als Brücke – Kinder durch Medienprojekte integrieren“ gedacht. Praxisbausteine werden vorgestellt und beispielhaft erprobt. Sie eignen sich in besonderer Weise für eine gelingende Elternarbeit.

Dr. Claudia Raabe ist Pädagogin, 2. Vorsitzende und Referentin des Blickwechsel e.V. Verein für Medien- und Kulturpädagogik Sie führt medienpraktische Projekte mit Kindern und Jugendlichen sowie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte und Medien-Elternabende durch.

Annika Saar

Integration erfolgreich gestalten – Wie vor dem Hintergrund sprachlicher und kultureller Unterschiede ein erfolgreiches Ankommen in der Einrichtung ermöglicht werden kann (Vortrag)

Wie gehe ich mit traumatischen Fluchterfahrungen um? Was trägt dazu bei, dass vor dem Hintergrund kultureller und sprachlicher Unterschiede die Integration in die Gruppe gelingt? Was ist bei der Elternarbeit zu beachten? Das Service-Portal Integration der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ bietet pädagogischen Fach- und Lehrkräften alltagspraktische Unterstützung bei allen Fragen rund um das Thema „Integration geflüchteter Kinder in Kita, Hort und Grundschule“. Der Vortrag zeigt anhand von Erfahrungsberichten, Beispielen und Ideen aus der Praxis, wie Integration trotz geringer Sprachkenntnisse im Alltag gelingen kann und wo die großen Herausforderungen liegen.

Annika Saar ist seit 2016 bei der Stiftung Haus der kleinen Forscher tätig und dort als Leiterin Projektmanagement und Organisation für die operative Projektleitung sowie konzeptionelle Weiterentwicklung des Projekts „Service-Portal Integration“ zuständig. Das Online-Portal unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen bei allen Fragen rund ums Thema „Integration geflüchteter Kinder in Kita, Hort und Grundschule“.

Beatrix Schminke-Gebauer / Ute Wieder

Schminke-Gebauer / Wieder

Alles ist möglich –  Collage (Workshop)

Eine Collage (franz. „coller“ = kleben), entsteht durch Übereinanderkleben von Materialien, wobei ein neues Ganzes geschaffen wird.

Collage-Techniken kommen Kindern in ihrem Drang nach gestalterischem Experimentieren sehr entgegen, da sie ihnen Überraschungseffekte, absurde Kombination und das freie Spiel des Zufalls ermöglichen.

Im Workshop mit Werkstattcharakter können verschiedene Materialien erprobt und Techniken themenorientiert mit kunstgeschichtlichen Hintergrundblick weiterentwickelt werden.

Ideen aus der Druckwerkstatt (Workshop)

Die vielfältigen Drucktechniken bieten einen unerschöpflichen Fundus an Gestaltungsmöglichkeiten für Menschen mit unterschiedlichsten Voraussetzungen. Experimentelles Umgehen mit Druckfarben, Untergründen und Druckmaterialien führen immer wieder zu neuen Entdeckungen. Auch Kinder, die sich im kreativen Gestalten wenig zutrauen, sind erstaunt über ihr Können, stolz auf ihre Werke und bekommen Lust auf mehr.

Der Workshop bietet die Möglichkeit verschiedene Drucktechniken auszuprobieren und/ oder auch frei damit zu experimentieren.

Auf die Plätze – fertig – los!   Mal- und Zeichenspiele (Workshop)

Spielen, Zeichnen, Malen sind Grundbedürfnisse von Kindern. Die Kombination dieser Aktivitäten kann Kindern spielerisch und gestalterisch den Erwerb von Kompetenzen ermöglichen, die sie für ihre individuelle Entwicklung brauchen.

Mal- und Zeichenspiele ermutigen, den eigenen Ideen zu trauen und ihnen zu folgen. Spielen bedeutet auch gleichzeitig in einer Gruppe aktiv zu werden. Das kann Kinder stark machen und Anstoß zu eigenem Tun innerhalb einer Gemeinschaft sein.
Im Workshop werden spielerisch farbenfrohe, ungewöhnliche Gemeinschaftsbilder entstehen.

Beatrix Schminke-Gebauer war als Erzieherin und Heilpädagogin in verschiedenen Kindertageseinrichtungen tätig. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte war künstlerisches Gestalten mit Kindergarten- Hort- und Krippenkindern. Sie verfügt über mehrjährige Erfahrungen in einer integrativen Kindergartengruppe. Heute ist sie als Beraterin für die Göttinger Kongresse für Erziehung und Bildung tätig.

Ute Wieder, Dipl.-Kunstpädagogin, seit 1991 in der beruflichen Aus- und Weiterbildung mit Schwerpunkt „Ästhetische Bildung“ tätig, Leitung von: MAL MIR MAL – Atelier im Paritätischen Kindergarten und Kinder + Kunst Galerie e.V., Atelier und Werkstatt in Göttingen, Kunstpädagogische Mitarbeiterin in der Kunstvermittlung des Kunstvereins Göttingen e.V.